LONDON
Wer sich ein eigenes Bild von London machen möchte, sollte sich einfach treiben lassen: Zum Beispiel durch die Oxford Street oder den Hyde Park. Oder du nimmst den Doppeldecker der Linie 19. Draußen ziehen die Highlights von London an dir vorbei. Und drinnen? Trifft sich die ganze Welt.
London Calling
Durch und durch britisch und überaus international, unendlich reich und unvorstellbar arm, voller Tradition und hypermodern – auch das ist London: Eine Stadt der Gegensätze. Alle paar hundert Meter ändert sie ihr Gesicht und bleibt doch stets sich selbst treu.
Hier spielt die Musik
Wenn du wissen möchtest, was morgen in den Clubs der Welt läuft, musst du nach London kommen. Denn hier testen international erfolgreiche DJs ihre neusten Dance-Tracks, hier setzen sie Trends. Und du kannst dabei sein.
Let's get lost!
„Wen London ermüdet, der ist des Lebens müde. Denn es gibt in London alles, was das Leben zu bieten hat“, sagte einst der Schriftsteller und Dichter Samuel Johnson. Sein Satz gilt noch heute und trifft auch auf die Barszene zu.
London Calling
Weltstadt - das ist ein großes Wort, doch London kann es locker für sich beanspruchen. Weil Englands Hauptstadt in der ersten Liga spielt, egal ob als Kultur-, Finanz- oder Handelszentrum. Und weil sich hier die ganze Welt trifft.
BIG BEN, LONDON
MILLENIUM BRIDGE, LONDON
Zwei Jamaikaner drängen sich in ein kleines Reisebüro in Camden, dessen Plakate für günstige Flüge in die Karibik werben. Aus einem Gemüseladen auf der Brick Lane wabern indische Klänge. Ein elegant gekleideter Afro-Amerikaner mit Aktentasche unterm Arm hängt lässig an der Stange eines Doppeldeckers, bis er am Trafalgar Square vom Bus springt – es kann schon mal eine Weile dauern, bis du in London einem Engländer begegnest. So viele Kulturen! So viel Kultur!
Du bist London. Die Stadt begleitet dich durchs Leben, auch wenn du noch nie dort gewesen bist. Buckingham Palace? Einer der Lieblingsschauplätze des Boulevard. Saint Paul’s Cathedral? Hier heirateten Prince Charles und Lady Di unter den Augen der Welt. Wimbledon? Unvergesslich, seitdem Boris Becker das Turnier gewann. Notting Hill? Ganz großes Kino, Julia Roberts und Hugh Grant sei Dank. Und so weiter und so weiter.
Ob Madame Tussauds oder Big Ben, Covent Garden, Trafalgar Square oder Picadilly Circus – kaum ein Ort, kaum ein Name, der nicht reflexartig die buntesten Bilder hervorruft. Die Stadt schenkte der Welt die Mode der Carnaby Street, das Lebensgefühl der Swinging Sixties, die Musik der Rolling Stones, The Who und Sex Pistols, den Soundtrack der Jugend. Durch und durch britisch und überaus international, unendlich reich und unvorstellbar arm, voller Tradition und hypermodern – auch das ist London: Eine Stadt der Gegensätze. Alle paar hundert Meter ändert sie ihr Gesicht und bleibt doch stets sich selbst treu.
Wer sich ein eigenes Bild von London machen möchte, sollte sich einfach treiben lassen: Zum Beispiel durch die Oxford Street oder den Hyde Park. Oder am Ufer der Themse, vorbei an den Houses of Parliament über die Westminster Bridge zum London Eye, dem 135 Meter hohen Riesenrad. Oder du nimmst den Doppeldecker der Linie 19. Draußen ziehen die Highlights von London an dir vorbei. Und drinnen? Trifft sich die ganze Welt.
Hier spielt die Musik
Wenn du wissen möchtest, was morgen in den Clubs der Welt läuft, musst du nach London kommen. Denn hier testen international erfolgreiche DJs ihre neusten Dance-Tracks, hier setzen sie Trends. Und du kannst dabei sein.
Kaum eine Stadt der Welt ist so reich mit Clubs gesegnet, kaum eine feiert so ausgelassen wie Englands Hauptstadt. Vielfalt? Natürlich! Innovation? Aber ja doch! Party? London! Auch in Sachen Nightlife ist die City stilprägend. Was heute in ihren Clubs läuft, dazu tanzt morgen die ganze Welt; viele angesagte Läden veröffentlichen ihre eigenen Compilations.
Fast im Wochentakt eröffnen neue Clubs und Bars. Popstars wie Bryan Ferry und 3D von Massive Attack bevorzugen den Cuckoo Club, auch Prince hat hier auf der Bühne gestanden. Er dürfte sich hier wie zu Hause gefühlt haben, denn seine Lieblingsfarbe Lila findet sich unter anderem im Deckenlicht und auf den gepolsterten Stühlen wieder. Auf zwei Etagen verteilen sich ein Restaurant, eine schicke Cocktailbar und eine Tanzfläche, die Gäste kleiden sich hip und stilsicher (Swallow Street, www.thecuckooclub.com).
Weniger prominent, aber dafür umso schriller ist das Publikum im Ministry of Sound. Bunte Paradiesvögel und hübsche Partypeople tanzen hier zu Garage, R'n'B, House und Dancehall. Wenn du an den Türstehern vorbeikommen möchtest, solltest du auf Turnschuhe verzichten. Gogo-Tänzerinnen und international bekannte Turntable Rocker heizen den Gästen ein, gefeiert wird bis zum Morgengrauen (103 Gaunt Street, www.ministryofsound.com).
FABRIC, LONDON
Drum & Bass nach feiner englischer Art findest du im Fabric Live (77a Charterhouse Street, www.fabriclondon.com). Im Notting Hill Arts Club hingegen präsentieren DJs wie Dr. Bob Jones und Patrick Forge, Soul, Cilly Funk, Garage und Underground. Die Stimmung ist ausgelassen bis wild, mit den Gästen kommst du schnell ins Gespräch (21 Notting Hill Gate, www.nottinghillartsclub.com).
Ebenfalls empfehlenswert: das 93 Feet (150 Brick Lane, www.93feeteast.co.uk) und das Turnmills (63b Clerkenwell Road).
Abschließen kannst du den Abend ganz programmatisch im The End, einem der zurzeit angesagtesten Clubs der Stadt. Die Räume sind stylish eingerichtet, die Sounds und Beats zählen zu den besten, die London zu bieten hat (18 West Central Street, www.endclub.com).
Let's get lost
Früher musste man sich beeilen. Da schellte der Wirt kurz vor 23 Uhr seine Glocke und rief „Last order“ durch den Pub. Doch weil Ende 2005 die Sperrstunde in England abgeschafft wurde, kannst du jetzt ganz in Ruhe deine Drinks bestellen. Bis tief in die Nacht.
THE LOFT, LONDON
THE BLUE BAR, LONDON
„Wen London ermüdet, der ist des Lebens müde. Denn es gibt in London alles, was das Leben zu bieten hat“, sagte einst der Schriftsteller und Dichter Samuel Johnson. Sein Satz gilt noch heute und trifft auch auf die Barszene zu. Ob in den abgerockten Läden im Eastend, den schicken Promi-Magneten in Kensington und Chelsea oder den Bars mit dem gewissen Extra – in London ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Zur dritten Kategorie gehört das Detroit. Eine lange Treppe führt dich hinab zu rot-goldenen Sitzkapseln, die alle miteinander verbunden sind. Die Bar könnte dir bekannt vorkommen, denn hier wurde unter anderem der Film „Code 46“ mit Tim Robins gedreht. Hier ordern junge, aufstrebende Londoner hervorragende Cocktails – Klassiker ebenso wie Eigenkreationen mit den vielversprechenden Namen 42 Celsius und Ignorance is Bliss (35 Earlham Street, www.detroit-bar.com).
Old school at its best: Mit Superlativen ist der Montgomery Place reich gesegnet. Vor einigen Jahren wurde er zur World's Best Bar nominiert, Cocktail-Magier Marian Beke erschüttelte sich den Titel Britain's Best Barkeeper. Bei seinen Kreationen verzichtet er auf unnötigen Schnickschnack und setzt ganz klassisch auf richtig guten Geschmack. Das Ergebnis? Einfach himmlisch (31 Kensington Park Road, www.montgomeryplace.co.uk)!
LOST SOCIETY, LONDON
Feiern hat in der Lost Society Tradition. Bereits Queen Elizabeth I genoss in dem Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert ein Festessen. Auch heute noch treffen sich hier die Schönen und Reichen. Doch angesichts der Auswahl an Cocktails würden selbst die dekadentesten Elisabethaner erröten. Glaubt man der Legende, spukt der Geist eines Blumenverkäufers durch die opulent gestaltete Restaurant-Bar mit den hohen Decken und langen Ledersitzreihen – darauf einen Drink (697 Wandsworth Road, www.lostsociety.co.uk).
Große Ledersofas, unverputzte Wände, hohe Fensterfronten: The Loft setzt auf den New York Vibe der Lower East Side. Hier treffen sich alle, die es gerne trendy und leger mögen. Auf der Karte stehen mehr als vierzig, zum Teil preisgekrönte Cocktails, darunter zahlreiche Eigenkreationen (67 Clapham High Street, www.theloft-clapham.co.uk).
Der Name ist Programm: Fast ganz in Blau gestaltete Designer David Collins die Blue Bar im luxuriösen Berkeley Hotel. Weiche Ledersofas und dezentes Licht schaffen perfekte Bedingungen zum Loungen und Chillen. Gäste haben die Wahl zwischen hervorragenden Cocktails, exzellentem Champagner und fünfzig verschiedenen Whiskeysorten (Wilton Place, www.the-berkeley.co.uk).
LOST SOCIETY, LONDON